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Schnee

Bevor ich hier meine Geschichte vorstelle - die eigentlich ein Gedicht ist - muss ich folgende Erklärung (und ein anderes Gedicht) abgeben: Meine Schwester hatte den schulischen Auftrag, ein Antwortgedicht auf das gleich folgende zu schreiben. Da sie darin nicht sehr bewandert ist, bat sie mich und ich habe natürlich sofort geschrieben. Leider wurde die Aufgabe niemals kontrolliert und damit es nicht verloren geht, stelle ich mein kleines Werk nun hier aus. Es ist die Antwort auf dieses wirklich gelungene Meisterwerk (Autor: unbekannt):

Wenn du anders bist

„Weißt du, wie es ist, wenn du anders bist,
wenn etwas fehlt, etwas stört, nicht der Norm entspricht?
Weißt du, wie es ist, wenn du anders bist,
wenn and’re schau’n, sich nicht trau’n, dich zu berühren?
Genieß dein Glück, so zu sein, wie die Andern sind,
hast du’s erkannt, nimm meine Hand und sei mir nah.

Weißt du, wie es ist, wenn es ganz still ist,
wenn der Wind an deinem Ohr stumm vorüber zieht?
Weißt du, wie es ist, wenn es ganz still ist,
wenn kein Vogel für dich singt, keine Freude bringt?
Genieß dein Glück, so zu hör’n wie die Andern hör’n,
hast du’s erkannt, nimm meine Hand und sei mir nah.

Weißt du, wie es ist, wenn es dunkel ist,
wenn die Sonne sich nie zeigt, niemals Wege weist?
Weißt du, wie es ist, wenn es dunkel ist,
keine Farbe zu dir dringt, niemand Licht dir bringt?
Genieß dein Glück, so zu seh’n wie die Andern seh’n,
hast du’s erkannt, nimm meine Hand und sei mir nah.

Weißt du, wie es ist, wenn du nicht verstehst,
Worte hörst, ratlose bist und keinen Sinn verstehst?
Weißt du, wie es ist, wenn du nicht verstehst,
wenn andre lästern, Finger zeigen: „Der ist dumm“?
Genieß dein Glück, so zu verstehen, wie alle Andern.
Hast du’s erkannt, nimm meine Hand und sei mir nah.“

Und hier meine Antwort auf dieses Gedicht:

Schnee

Ich weiß, wie es ist, anders zu sein,
zu groß, zu klein, zu dick zu dünn, mit Makeln reich beschenkt.
Ich weiß, wie es ist, anders zu sein,
wenn jeder schaut und ich im Blick erkenne, was er denkt.
Erlebe das Leben auf andere Weise
und spüre, was wichtig ist.

Ich weiß, wie es ist, keinen Ton zu hören,
wenn die Stille mir eine Symphonie komponiert.
Ich weiß, wie es ist, keinen Ton zu hören,
wenn nur eine Geste mich durchs Leben dirigiert.
Lausche dem Leben auf andere Weise
Und höre, was wichtig ist.

Ich weiß, wie es ist, blind zu sein,
alles ist finster, Farbe kein Wort für mich.
Ich weiß, wie es ist, blind zu sein,
wenn ich dich nur erkenne, berühre ich dich.
Betrachte das Leben auf andere Weise
Und sehe, was wichtig ist.

Ich weiß, wie es ist, wenn sie nicht verstehen,
wenn sie nicht erkennen, was ich spür’, hör’ und seh’.
Ich weiß, wie es ist, wenn sie nicht verstehen.
Dabei sollten sie merken, wir sind wie der Schnee:
Gemeinsam eine weiße Pracht, jegliche Flocke anders auf ihre eigene Weise
und wir wissen, dass jede einzelne wichtig ist.


13.5.11 15:52
 



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