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Soviel zur Hilfsbereitschaft

Kennt ihr das auch? Ihr versucht, jemanden zu helfen, indem ihr ihm Ratschläge gebt oder einfach nur erklärt, was getan werden sollte, um ein Problem zu lösen und alles war dabei heraus kommt, ist ein heilloses Chaos?
Manchmal hab ich das Gefühl, ich bin im Irrenhaus. Da ich mich jetzt durch Schreiben abreagieren muss, quäle ich euch jetzt mit meinem Ärger und meiner Wut.
Folgendes hat sich zugetragen:

Meine Schwester hatte heute ihren letzten Praktikumstag im Kindergarten und sollte eigentlich für 3 Wochen Kinderbeaufsichtigung 400 € bekommen. Dies war so vereinbart. Nun, jetzt war das Geld nicht im Umschlag, den man ihr überreicht hatte, sondern nur eine Abschiedskarte und ein Buchgutschein. Im Kindergarten ist heute Abend niemand mehr und morgen haben die Betreuer einen sogenannten "pädagogischen Tag".
Meine Schwester ist scheinbar mit der Situation überfordert und sitzt weinend auf dem Sofa. Meine Mutter und ich fragen nach, was denn los ist, schließlich wollen wir ihr ja helfen. Gehört sich so, seiner Familie beizustehen. Sie erklärt alles und dass es sie jetzt total fertig macht, hinter ihrem Geld herrennen zu müssen.

Da ich den Eindruck hatte, dass sie wirklich überfordert war und auch etwas hilflos schien, habe ich gemeint, sie solle auf jeden Fall darauf bestehen, dass ihr das Geld ausgezahlt wird. Schließlich hat sie nicht 3 Wochen umsonst da gearbeitet!
Ich sage ihr also – und werde dabei von unserer Mutter bestätigt und unterstützt – sie solle am Folgetag einfach einmal im Kindergarten anrufen. Auch wenn die da einen nicht geregelten Tag haben, ans Telefon werden sie schon gehen. Und wenn nicht, dann kann sie ja die Nummer der Betreuerin aus dem Telefonbuch suchen und abends mal bei ihr privat anrufen.

Das ist ihr jetzt natürlich unangenehm. Da habe ich nur gemeint: entweder so oder sie kriegt eben kein Geld für ihre Arbeit, aber das wäre dann ihr Problem.
Sie wird plötzlich noch verstörter und schreit herum, dass sie das ja wüsste. Also bestätige ich ihr erneut, dass sie im Kindergarten anrufen soll. Und wenn da morgen eben niemand erreichbar ist, soll sie Montag anrufen. Da sei sie aber bereits wieder von ihrer Schule aus in einem anderen Kindergarten arbeiten. Auf meinen Vorschlag, es dann übers Handy einfach mal kurz und schnell abzusprechen und zu fragen, ob sie abends die Betreuerin mal privat anrufen könne, explodiert sie nur und schreit herum. Plötzlich richtet sie Schimpfwörter nicht nur gegen mich, sondern auch gegen meine Mutter. Gut, sie ist aufgelöst, kann ich verstehen. Aber ich mache trotzdem meinen Standpunkt klar und teile ihr – wirklich noch RUHIG! – mit, dass ich mich nicht grundlos beleidigen lasse. Daraufhin bekomme ich noch mehr davon ab, außerdem Vorhaltungen, die erstens nicht mit dem Thema zu tun haben und zweitens absolut falsch sind.
Ich bin ein temperamentvoller Mensch, vielleicht auch etwas jähzornig, irgendwann werde ich dann auch wütend. Ich schreie zurück, meine Mutter geht dazwischen, verlässt dann den Raum, weil es auch ihr zu viel ist. Auch ich will gehen, aber da kommt schon die nächste Provokation meiner Schwester – nun reicht's auch mir, ich dreh mich um und stürze mich auf sie, halte sie nur fest und brülle sie an. Gewalttätig ist man vielleicht als Kind geworden, weil man sich sonst nicht zu helfen wusste. Da fehlt es eben an geistigem Intellekt, sich auf mentaler Ebene zu streiten.

So habe ich nicht erwartet, dass meine Schwester sich plötzlich beißend, kratzend und ausholend wehrt. Natürlich verteidigt man sich da nach dem ersten Schock und als weitere bösartig gemeinte Beschimpfungen folgen, wehre ich mich letztendlich auch mal mit einer Backpfeife. Sofort schlüpft meine Schwester in die Opferrolle, lässt sich auf das Sofa zurückfallen und flennt und blärrt wie ein Baby. Ich hätte ihr den Kiefer gebrochen ... weil dies auch mit einer Ohrfeige mit der flachen (!) Hand möglich ist!!!

Oh, was ich in solchen Situationen am liebsten mache, ist Türen knallen. So als letztes Schlusswort, außerdem habe ich es nicht mehr ausgehalten. Ich lasse mich doch nicht einfach beleidigen und das, obwohl ich helfen wollte.
Und da wundern sich die Menschen heutzutage noch, wenn man auf offener Straße nicht mehr helfend eingreift, wenn es den Anschein hat, als wäre jemand ihrer bedürftig.

Wieder einmal lehrt mich die Erfahrung: Der Helfende ist am Ende der Dumme. Schließlich sehe ich jetzt schon meinen Vater heimkommen und mich zur Rede stellen, warum ich mich provozieren ließe und meine Schwester einfach verprügel. Typische Übertreibung ... und sie kommt davon. Mittlerweile bin ich so sauer, dass ich mir wünsche, ihr wirklich den Kiefer gebrochen zu haben. Tja, der Tag ist gelaufen ...

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Aktuelle Stimmung: mordlüstern und hasserfüllt

31.7.08 17:31
 



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