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Tage wie dieser

Manchmal hasse ich mein Leben. Warum? Weil ein Leben auch dazu da sein sollte, mit seinen Mitmenschen zu interagieren und hierzu zählt für mich vor allem, dass man offen und ehrlich miteinander sprechen kann, ohne dass man sich anschließend als Buhmann – respektive Buhfrau – fühlen muss.
Bedauerlicherweise ist gerade dies absolutes Problem, wenn es darum geht, mit meiner Mutter über bestimmte Dinge zu sprechen, allem voran der Führung des Haushaltes. Hierzu muss gesagt werden, dass meine Mutter schon so gut wie nichts mehr im Haushalt macht – sie selbst aber nicht arbeiten geht, um eben für Heim und Herd da zu sein. Ich gebe zu, ich selbst helfe kaum im Haushalt. Ich räume mein Zimmer auf, kümmere mich um meine Tiere und helf ab und an mal beim Kochen. Alles andere sind Arbeiten, vor denen ich mich so gut es geht drücke, denn für mich gibt es nichts Schlimmeres als Haushaltsarbeiten. Ich weiß nicht einmal wie man eine Waschmaschine bedient ...

Was mich nur absolut ärgert, ist, dass meine Schwester S. alles macht. Sie wäscht, bügelt und putzt, wenn es im Haus einfach nicht mehr erträglich ist (ihrer Meinung nach). Und wenn sie dann einmal, ein einziges Mal (!) und in freundlichem Tonfall zu meiner Mutter kommt und meint, sie habe keine Kleidung mehr zum Anziehen, weil nichts gebügelt wird, reagiert meine Mutter so schnippig wie sonst niemand!
Meine Schwester kann nicht alles machen, sie hat sich auf ihre Ausbildung zu konzentrieren und nicht auch noch darauf, Hausmütterchen zu spielen – erst recht nicht, wenn meine ach so noble Mutter extra keine Arbeit sucht, um sich um das Haus und die damit verbundenen Pflichten zu kümmern!

Tja, und heute war mal wieder einer dieser Tage (und er fängt ja erst an). Was mich dann noch aufregt, ist die Tatsache, dass ich die Meinung meiner Schwester teile und diese heute mal (dummerweise) wieder offen kund getan habe. Jetzt sitzt nicht nur S. hier rum und weint, weil wieder dicke Luft herrscht. Nein! Ich sagte lediglich: "Ja, Mutter, da hat S. doch Recht." Schon war sie eingeschnappt, spielt sich als das Opfer auf und hat das Haus so schnell wie möglich verlassen (Spazieren), um sich bloß nicht länger damit auseinander setzen zu müssen.
Zurück lässt sie S., die sich gar nicht mehr einkriegt und mich, die ich mich aufgrund eines einzigen Satzes mal wieder als absoluter Arsch fühle. Warum habe ICH Schuldgefühle, wo es doch stimmt?!
Ich sage hierbei nicht, dass meine Mutter ebenso alles machen soll. Es hilft ja nur zur Selbstständigkeit, wenn auch wir mal endlich lernen, ein Bügeleisen zu bedienen. Aber hierbei geht's ja auch nicht darum, sondern um die Tatsache, dass Ich-such-mir-keinen-Job-um-den-Haushalt-zu-machen-Mutter eben absolut nichts mehr im Haushalt tut und alle Last auf meiner Schwester liegt. Sie und ich haben eigentlich keinen Grund ein schlechtes Gewissen zu haben, nur weil unsere Mutter ihren selbst auferlegten Pflichten nicht nachkommt. Warum also fühl ich mich dennoch einfach nur scheiße?

Meine abschließenden Worte: ich kann es an Tagen wie diesen nicht erwarten, mein Studium endlich abzuschließen, einen Job zu finden, Geld zu verdienen und hier raus zu kommen.
Manchmal hasse ich meine Mutter ...
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Aktuelle Stimmung: beschissen
30.12.08 11:10
 



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